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Anästhesie in der Geburtshilfe

Anästhesie in der Geburtshilfe

In der Geburtshilfe der Frauenklinik erblicken jährlich ca. 2.500  Babys das Licht der Welt (Stand 2021). Ca. 28 % der Entbindungen finden heute per Kaiserschnitt (Sectio caesarea) statt.

Die Geburt eines Kindes gehört zu den aufregendsten Erfahrungen in unserem Leben. Dieses bedeutsame Ereignis soll natürlich so wenig belastend und sicher wie möglich für Mutter und Kind gestaltet werden.

Die in den Schwangerschaftskursen erlernten Atmungs- und Entspannungstechniken sind im Umgang mit dem Geburtsschmerz sehr hilfreich. Auch wenn viele Schwangere die Geburt ohne Hilfsmittel erleben, gibt es Situationen, in denen diese Methoden nicht ausreichen und Gebärende eine zusätzliche Schmerzlinderung benötigen.

Der Geburtsschmerz kann mit den Regionalanästhesieverfahren Spinalanalgesie (SPA) und Periduralanalgesie (PDA) wirksam gelindert werden. Bei dem Konzept der patientenkontrollierten epiduralen Analgesie (PCEA) bestimmt die Schwangere mittels einer tragbaren Schmerzpumpe selbst die Schmerzmittelzufuhr. Diese Schmerztherapieverfahren lassen ein Umherlaufen unter der Geburt zu („mobile Geburt“ bzw. „walking epidural“) und ermöglicht der Gebärenden auch alternative Geburtspositionen einzunehmen.

Zur Anästhesie von Kaiserschnittgeburten ist mit der Spinalanästhesie ein einfaches, sicheres und zuverlässiges Anästhesieverfahren etabliert. Gemeinsam mit der Periduralanästhesie werden diese beiden sog. "rückenmarksnahen Regionalanästhesieverfahren" zwischenzeitlich bei über 90 % der Kaiserschnittentbindungen angewendet. Es ermöglicht der werdenden Mutter gemeinsam mit einem Angehörigen, in der Regel dem werdenden Vater, diesen besonderen Augenblick bewusst mitzuerleben.