Anästhesie in der Geburtshilfe

Anästhesie

Direktor:
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Jürgen Schüttler

Anästhesie in der Geburtshilfe

In der Geburtshilfe der Frauenklinik erblicken jährlich ca. 2 200  Babys das Licht der Welt (Stand 2012). Ca. 35 % der Entbindungen finden heute per Kaiserschnitt (Sectio caesarea) statt.

Die Geburt eines Kindes gehört zu den aufregendsten und schönsten Erfahrungen in unserem Leben. Dieses bedeutsame Ereignis soll natürlich so wenig belastend und sicher wie möglich für Mutter und Kind gestaltet werden.

Die in den Schwangerschaftskursen erlernten Atmungs- und Entspannungstechniken sind im Umgang mit dem Geburtsschmerz sehr hilfreich. Auch wenn viele Schwangere die Geburt ohne Hilfsmittel erleben, gibt es Situationen, in denen diese Methoden nicht ausreichen und Gebärende eine zusätzliche Schmerzlinderung benötigen.

Der Geburtsschmerz kann mit einem Regionalanästhesieverfahren, der Periduralanästhesie (PDA), wirksam gelindert werden. Diese führen wir nach den modernsten Konzepten einer patientenkontrollierten epiduralen Analgesie (PCEA) durch, bei der die Schwangere mittels einer tragbaren Schmerzpumpe selbstbestimmt die Schmerzmittelzufuhr steuern kann.

Dieses Schmerztherapieverfahren lässt sogar ein Umherlaufen unter der Geburt zu (mobile Geburt bzw. walking epidural) und ermöglich der Gebärenden auch alternative Geburtspositionen einzunehmen.

Mit der sogenannten Spinalanästhesie (SPA) ist ein einfaches, sicheres und zuverlässiges Anästhesieverfahren etabliert. Gemeinsam mit der Periduralanästhesie werden diese beiden sog. "rückenmarksnahen Regionalanästhesieverfahren" zwischenzeitlich bei über 90 % der Kaiserschnittentbindungen angewendet. Es ermöglicht der werdenden Mutter gemeinsam mit einem Angehörigen, in der Regel dem werdenden Vater, diesen besonderen Augenblick bewusst mitzuerleben.

 
 
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