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Die Anästhesiologische Klinik |
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Die Anästhesiologische Klinik am Universitätsklinikum Erlangen versorgt derzeit 50 anästhesierelevante Arbeitsplätze (ca. 25.000 Anästhesien/Jahr inkl. Konsiliarleistungen). Zur postoperativen Überwachung existieren 7 Aufwachstationen mit insgesamt 35 Bettplätzen. Die präanästhesiologische Diagnostik und z. T. auch Therapie werden durch eine zentrale Anästhesie-Ambulanz sichergestellt (ca. 8.000 Patienten/Jahr).
Die Schmerzambulanz der Anästhesiologischen Klinik versorgt mit ihrem postoperativen Schmerzdienst stationäre Patienten. Zusätzlich werden stationäre und ambulante chronisch schmerzkranke Patienten behandelt (ca. 7.500 Behandlungen/Jahr bei etwa 2.100 Patienten).
Die Interdisziplinäre Operative Intensivstation (IOI) der Anästhesiologischen Klinik mit 25 Betten übernimmt interdisziplinär die Behandlung von Patienten aus allen operativen Fachgebieten. Das Patientenspektrum besteht in der Hauptsache aus postoperativen Nachbeatmungsfällen, polytraumatisierten Patienten und langwierigen intensivtherapeutischen Problempatienten des Klinikums (2.100 Patienten/Jahr, durchschnittliche Liegedauer ca. 3,3 Tage, Anteil schwieriger Beatmungsfälle über 70%).
Die ärztliche Leitung des Notarztdienstes für die Stadt Erlangen und den Landkreis Erlangen-Höchstadt liegt beim Direktor der Anästhesiologischen Klinik (ca. 3.000 Einsätze/Jahr). Die Klinik trägt außerdem maßgeblich den leitenden Notarztdienst am Standort. Der seit November 1998 an der Klinik stationierte Intensivtransportwagen (ITW) des Bayerischen Roten Kreuzes ist ebenfalls mit Ärzten der Anästhesiologischen Klinik besetzt.
Die Anästhesiologische Klinik ist nationales und internationales Weiter- und Fortbildungszentrum in den Bereichen i.v.-Anästhesie und Narkosetiefemonitoring (ca. 250 Teilnehmer/Jahr aus Europa). Die Europäische Akademie für Anästhesiologie führt das Examen zum Europäischen Anästhesiediplom ("Europäische Facharztprüfung") an unserer Klinik durch. 1995 wurde in Erlangen der erste sog. "full scale"-Anästhesie-Simulator in Deutschland eingerichtet, an dem Mitarbeiter und externe Teilnehmer aber vor allem unsere Studenten ein realitätsnahes Training erhalten.
An der Anästhesiologischen Klinik arbeiten vor allem in der Abteilung für experimentelle Anästhesiologie eine Reihe von wissenschaftlichen Arbeitsgruppen an Projekten aus allen Tätigkeitsfeldern der Anästhesiologie (klinische Arzneimittelforschung und -dosierung, Monitoring, Intensivmedizin, Reanimationsforschung, klinische Schmerzforschung, Simulation und Telemedizin).
Besonders gefördert wird eine Klinische Forschergruppe (KliFO 130) durch die DFG. Wissenschaftler und Ärzte arbeiten an der Aufklärung von Faktoren, die die Intensität postoperativer Schmerzen beeinflussen und suchen nach Möglichkeiten, diese zu minimieren und deren Chronifizierung zu verhindern.