Anästhesie in der Psychiatrie

Anästhesie

Direktor:
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Jürgen Schüttler

Anästhesie in der Psychiatrie

Im Stimulationszentrum der Psychiatrischen Klinik wird die Elektrokrampftherapie (EKT) als alternative Therapieoption zur Behandlung von therapieresistenten Depressionen, aber auch bei bestimmten Formen der Schizophrenie angewandt.

Der Eingriff wird ausschließlich in intravenöser Kurznarkose durchgeführt. Ziel ist aus anästhesiologischer Sicht eine möglichst effektive pharmakologische Modulation der Krampfschwelle zur Verbesserung der Krampfdauer und -effizienz bei dieser Intervention.

Nach der Narkoseeinleitung erfolgt ein elektrischer Stimulus - vorwiegend unilateral - über zwei Paddleelektroden durch den Psychiater zur Induktion des Iktus. Der resultierende generalisierte Krampfanfall limitiert sich nach kurzer Zeit selbständig und der Patient wacht kurze Zeit später wieder auf.

Während des gesamten Zeitraumes der Narkose bzw. des Krampfanfalls und darüber hinaus in der Aufwachphase ist der Patient durchgehend hinsichtlich seiner Vitalfunktionen überwacht.

Die Anästhesiologische Klinik hält hierzu im Stimulationszentrum eine komplette den Leitlinien der Fachgesellschaften entsprechende Narkosegeräteausrüstung vor.

Nach einer kurzen Überwachungszeit im angeschlossenen Aufwachraum kann der Patient dann sehr bald zurück auf seine Station verlegt werden.