Anästhesie bei Da Vinci-Operationen

Anästhesie

Direktor:
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Jürgen Schüttler

Anästhesie bei Da Vinci-Operationen

Der Da Vinci Roboter wird multidisziplinär eingesetzt. Schwerpunktmäßig wird er in der Urologie zur Prostatektomie oder auch zu anderen urologischen Eingriffen eingesetzt. Aber auch bei Darm- und Leberresektionen in der Abdominalchirurgie kommt diese roboterunterstützte Operationstechnik regelmäßig zum Einsatz. Dabei stellt der Eingriff mit der Da Vinci Technologie ähnliche anästhesiologische Herausforderungen wie die normale  laparoskopische (sog. Schlüssellochchirurgie) dar. So müssen z. Bsp. die Auswirkungen der Insufflation von Kohlendioxid in den Bauchraum und der häufig notwendigen extremen Kopftieflagerung auf die Körperfunktionen beachtet werden. Durch sorgfältige Anamnese, Voruntersuchung und ggfs. Vorbehandlung wird diesem Rechnung getragen. Durch die Auswahl der Narkose, der eingesetzten Überwachungsverfahren  und einer sorgfältigen Lagerung wird somit eine individuell auf den Patienten abgestimmte Narkoseführung möglich. Konsequente Überwachung der Narkosetiefe mittels Hirnstrommessung, eine schon intraoperativ begonnene multimodale Schmerztherapie und konsequente Prophylaxe der postoperativen Übelkeit ermöglicht dem Patienten in der Regel bereits kurz nach dem Eingriff in den Aufwachraum und von dort auf seine Station verlegt zu werden.